Arbeitszeitkonto gesetzliche Regelung

Vielleicht haben Sie schon einmal mit dem Gedanken gespielt ein Arbeitszeitkonto einzuführen. Dann haben Sie sich wahrscheinlich auch mit der Frage auseinandergesetzt, ob eine mit dem Arbeitszeitkonto gesetzliche Regelung verbunden ist. In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen, welche Besonderheiten es zu beachten gilt und wie ein solches Zeitkonto aufgebaut sein sollte.

Arbeitszeitkonto gesetzliche Regelung – Allgemein

Verpflichtend ist das Führen eines Arbeitszeitkontos nicht. Jedoch ist ein Vorgesetzter nach § 3 S.1 des Arbeitszeitgesetzes dazu verpflichtet, die über die werktägliche Arbeitszeit hinausgehende Arbeitszeit eines Beschäftigten aufzuzeichnen. Wer jedoch eines solches Konto führen möchte, muss beachten, dass dies nicht ohne gesetzliche Regelung möglich ist. Grund dafür, ein Zeitkonto verpflichtet Angestellte auf Anweisung Überstunden zu leisten. Hierfür müssen diese jedoch gemäß § 7 Abs. 7 ArbZG eingewilligt haben. Das bedeutet, im Arbeitsvertrag muss ein Abschnitt zum Arbeitszeitkonto enthalten sein. In diesem sollte zumindest der maximal zulässige Ausgleichszeitraum explizit aufgeführt sein, um dem Transparenzgebot für arbeitsvertragliche Formularklauseln gerecht zu werden. Welche Vor- und Nachteile mit dem Arbeitszeitkonto verbunden sind, erfahren Sie hier.

Arbeitszeitkonto gesetzliche Regelung – Allgemeiner Aufbau vom Zeitkonto

Vor allem der Aufbau eines Arbeitszeitkontos ist wichtig. Gefragt ist hier eine schnelle Übersichtlichkeit mit allen relevanten Informationen. Hierbei sollten folgende Aspekte des Angestellten auf Anhieb gefunden werden:

  • Sollstunden (vertraglich geregelte Stunden)
  • Planstunden (Stunden als angenommener Sollwert)
  • Iststunden (tatsächlich gearbeitete Stunden)
  • Abwesenheitsstunden
  • Differenz aus Soll-Arbeitszeit und geleisteten Stunden
  • Laufender Saldo (aktuelle Plus- oder Minusstunden)